CBD E-Liquids: Der ultimative Guide

07.06.2018 14:36:50 Themen

CBD E-Liquids

Während Tetrahydrocannabinol, kurz THC, seine psychoaktive Wirkung und die Legalisierung desselben in aller Munde ist, ‚schleicht‘ sich durch die Hintertür dieselbe Pflanze in die Rauchwaren.

Cannabidiol, abgekürzt besser bekannt unter CBD, macht die Hanfpflanze, ihre Wirkstoffe und medizinische Wirkung legal und ohne Berührungsängste zugänglich.

Wir haben uns gefragt, ob und inwiefern CBD für E-Zigaretten eine Rolle spielt, wie es wirkt, in welcher Form es vorkommt und vieles andere mehr. Nachfolgend unser umfassender Ratgeber zum Thema CBD E-Liquids.

 

Was ist CBD genau?

Cannabidiol wird aus der weiblichen Hanfpflanze namens cannabis sativa/indica gewonnen. Es ist eines ihrer über 100 Cannabinoide, zu denen auch Tetrahydrocannabinol (THC) gehört. Im Unterschied zu ihrem berauschenden Schwester-Cannabinoid hat CBD allerdings keine solche Wirkung.

Da der Stoff medizinische Wirkkräfte besitzt, wird die Pflanze seit langer Zeit schon kultiviert und das in ihr enthaltene CBD mittlerweile industriell extrahiert und weiterverarbeitet. Durch die strukturelle Genauigkeit beim Verfahren wird gewährleistet, dass das CBD-Extrakt keinerlei THC bzw. weniger als 0,2% enthält.

 

Die Wirkungsweise

Wie CBD im Detail auf jeden menschlichen Organismus wirkt, ist noch nicht ausreichend erforscht. Was man bisher weiß ist, dass es bei vielen Menschen entspannend, beruhigend, angst- und krampflösend wirkt. Es wirkt deshalb anders als THC, weil es nicht dieselben Rezeptoren (THC hängt sich an die CB1 und CB2 Rezeptoren) im menschlichen Körper anspricht.

Es kann helfen mit dem Rauchen aufzuhören, epileptische Anfälle, chronische Schmerzen und Parkinsonsymptome zu reduzieren. Übrigens produziert unser Körper auch körpereigene Cannabinoide, deren Produktion durch das CBD angeregt wird.

2017 und 2018 wurden Studien veröffentlicht, die mit an epileptischen Syndromen erkrankten Kindern und Jugendlichen durchgeführt wurden. Die Testergebnisse zeigten jeweils einen signifikanten Rückgang der Anfälle unter der Behandlung mit Cannabidiol (verglichen wurde mit der Behandlung mit einem Placebopräparat).

 

CBD als Inhaltsstoff im E-Liquid

Im E-Liquid ist CBD als Zusatzstoff enthalten, ähnlich wie Nikotin. Das CBD wird so aufbereitet, dass es den anderen Inhaltstoffen des E-Liquids bedenkenlos beigemengt werden kann. Daneben können selbstverständlich dann auch noch Aromen enthalten sein.

Es ist allerdings empfehlenswert, ein wenig Vorsicht walten zu lassen – wie auch bei anderen E-Liquids. Veröffentlichte Prüfergebnisse geben Auskunft über die genauen Inhaltstoffe. Neben dem puren CBD können ohne weiteres und bedenkenlos auch andere Cannabinoide (außer eben THC) enthalten sein, außerdem eine Liste von Terpenen. Sollten sogenannte Kontaminanten (unerwünschte Stoffe, Verunreinigungen) aufscheinen, ist vom Liquid Abstand zu nehmen.

 

Kann man CBD Öl dampfen?

Auf dem CBD-Markt, speziell in dem Sektor, der das Dampfen betrifft, wird einige Verwirrung gestiftet. Es gibt nämlich eine unheimliche Vielzahl an verschiedensten CBD-Erzeugnissen und bei weitem nicht alle, um nicht zu sagen nur sehr wenige, sind dafür gemacht in den Tank von E-Zigaretten gefüllt zu werden.

CBD-Öl als solches ist keinesfalls dazu geeignet gedampft zu werden – zumindest nicht in einer E-Zigarette. Für das Dampfen in einem ganz gewöhnlichen E-Zigarettentank greift man am besten zu einem Produkt, das die Standardzusammensetzung aus VG und PG enthält. So kann man sich sicher sein, dass das Gerät die Flüssigkeit auch verträgt, egal, ob auf dem Fläschchen CBD Vape Oil oder CBD E-Liquid steht.

 

E-Zigarette vs. Vaporizer

Daneben gibt es andere Geräte, die das Verdampfen und Konsumieren von CBD-Öl selbst möglich machen. Es bleibt aber nicht unbedingt sehr empfehlenswert, da sich Rückstände in der Lunge absetzen könnten, was zur sogenannten Lipidpneumonie führt.

In Vaporizer werden meistens direkt die zerkleinerten Blüten oder Granulate eingefüllt und einer hohen Temperatur ausgesetzt, sodass sich die Inhaltsstoffe lösen und mit dem Dampf inhaliert werden können. Das Liquid in der E-Zigarette dagegen enthält das Cannabidiol zum Teil und wird gemeinsam mit den anderen Bestandteilen über die Coil verdampft.

 

Konzentration bzw. Dosierung des Cannabidiol

Die Dosierungen in den gängigen E-Liquids auf dem Markt variieren mitunter stark. Zum Großteil werden die Dosierungen mittlerweile in absoluten Zahlen angegeben. In einem 10ml-Fläschchen finden sich in etwa 50-200mg Cannabidiol.

Da die Wirkungen noch nicht ausreichend erprobt sind, wird empfohlen erst mit einer Konzentration des CBD im E-Liquid von 50mg zu beginnen und sich langsam an die gewünschte Wirkung heranzutasten. Wie viel man tatsächlich abbekommt, ist natürlich abhängig davon, wie viel man dampft.

Angenommen, man hat einen Tank mit einem Fassungsvolumen von 2ml und füllt dort das 50mg-CBD-E-Liquid hinein. Dampft man dann den ganzen Tank leer, hat man insgesamt 10mg CBD zu sich genommen (50mg / 10ml x 2ml).

Bei Prozentangaben, wie „enthält maximal 5% CBD“, ist eine gewisse Skepsis angebracht, immerhin kann oder will der Hersteller in diesen Fällen den CBD-Gehalt nicht genau angeben und man kann sich über die eingenommene Dosis nicht sicher sein.

 

CBD E-Liquids nach Geschmack selbst herstellen

Prinzipiell ist es ohne weiteres möglich, CBD E-Liquid selber zu machen. CBD ist fett- und alkohollöslich und da Propylenglykol und Glycerin beides eine Form von Alkohol sind, reicht es, Kristalle in der Base aufzulösen und leicht zu erhitzen. Keinesfalls sollte man bei diesem Schritt über 50°C erhitzen, da sich sonst die Wirkstoffe lösen, was ja erst beim Konsumieren selbst passieren sollte.

Bei der Dosierung ist allerdings höchste Vorsicht geboten. Mit kleinen Mengen beginnen, mehrmals probieren, langsam herantasten und genau dokumentieren ist ein guter Weg, um die geeignete Dosis zu finden.

 

Eigengeschmack überträgt sich auf die E-Zigarette

Konkret eignet sich ein kleines, kompaktes MTL-Gerät ideal für das Dampfen von CBD E-Liquid. Am besten legt man sich auch ein eigenes, kleines Gerät für das CBD E-Liquid selbst zu, denn der Tank kann den charakteristischen Geschmack der Pflanze behalten und auf andere Liquids übertragen, wenn er neu befüllt wird.

 

Rechtsstatus von CBD in Deutschland

Da dieser Bestandteil der Cannabispflanze nicht psychoaktiv wirkt, ist er in Deutschland legal verkäuflich. Das gilt allerdings wirklich nur, wenn er nachweislich nicht mehr als 0,2% THC enthält. Anstelle eines halluzinogenen Stoffes wird CBD vielmehr als Nahrungsergänzungsmittel oder Kosmetikprodukt gesehen und zu diesem Zweck verkauft.

Eine kleine Einschränkung gibt es dann doch. Es ist erst ab dem vollendeten 18. Lebensjahr erlaubt, den Stoff zu kaufen. Andererseits sind ohnehin weder E-Zigarette noch andere Liquids für Minderjährige auf legalem Weg zu erwerben.

 

Positives Drogentestergebnis vom CBD?

Die Entwarnung folgt auf dem Fuße: Ein positiver Drogentest nach dem Konsum von CBD ist nahezu unmöglich. Warum nur ‚nahezu‘ unmöglich? Das kommt daher, dass bei den Tests nach dem psychoaktiven THC gesucht wird, das ja in kleinsten Spuren im CBD enthalten sein könnte (maximal 0,2% in der Pflanze, 0,0005% im Endprodukt). Bei übermäßigem Konsum besteht ein kleines Restrisiko, dass die empfindlichen Testgeräte doch anschlagen, zumal die Schwelle für ein positives Ergebnis bei nur 50ng/ml Urin liegt (1 ng = 1 Milliardstel Gramm!).

Nichtsdestotrotz gilt das auch nur für hochdosiertes CBD-Öl und nicht für CBD E-Liquids. Im E-Zigarettentank ist der Stoff noch einmal niedriger dosiert, als beim Öl, was die Wahrscheinlichkeit, bei einer Kontrolle auf THC anzuschlagen, gen Null sinken lässt.

  

Fazit: Entspannter dampfen

Für immer mehr Anhänger diversester Rauch- und Dampfwaren sind die Wirkungen des Cannabidiol unbestritten. Entspannend für Kopf und Körper und selbst für schwerwiegende Erkrankungen soll es Heilung versprechen. Eine trendige Eintagsfliege wird das CBD wohl nicht werden – zumindest hoffentlich nicht, denn bis dato sind die Wirkungsweisen noch zu wenig erforscht, um ihre Vorzüge wirklich zu kennen. Würde das Cannabidiol bald wieder verschwinden, würde uns potentiell ein wichtiges pflanzliches Heilmittel durch die Lappen gehen.

Bleibt zu hoffen, dass der Dschungel aus Unwissen und versehentlich falschen Versprechungen bald gelichtet wird und wir uns ohne Bedenken der positiven Wirkung der Wunderpflanze hingeben können.

  

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