Die ultimative Anleitung für den perfekten Throat Hit

25.11.2016 15:16:30 Themen , Tipps


Bild: iSmirnoff // flickr.com // CC BY-SA 2.0

Der sogenannte Throat Hit ist ein Effekt, der beim Dampfen keinesfalls fehlen sollte. Als Herzstück des Raucherlebnisses spielt er nicht nur eine wichtige Rolle beim Umstieg von normalen Zigaretten auf E-Zigaretten. Doch welche Faktoren sind überhaupt relevant für die perfekte Wirkung beim Throat Hit? Wir klären das Geheimnis hinter dem Genusstrigger auf.

Throat Hit und Flash – der Unterschied

Zuerst einmal sollte eine wichtige Unterscheidung getroffen werden – und zwar zwischen den Begriffen „Flash“ und unserem Thema des „Throat Hit“. Ersterer wird Ihnen vielleicht bekannter sein, da er allgemein für den Eintritt einer Rauschwirkung, vor allem in Bezug auf Drogen, verwendet wird. Beim Dampfen geht es hier natürlich um die Wirkung von Nikotin.

Vor allem für Umsteiger ist ein starker Flash oft besonders wichtig. Neben dem Nikotingehalt im Liquid spielt auch die Dampfmenge eine Rolle, denn je mehr davon erzeugt wird, desto mehr Nikotin nimmt man pro Zug auf. Aromen spielen beim Flash also keine Rolle. Das Mischungsverhältnis zwischen PG (Propylenglykol) und VG (pflanzliches Glycerin) ist beim Throat-Hit aber sehr wohl relevant.

Vor allem die Anteile von PG und VG bestimmen die Intensität – denn beim Throat Hit geht es um die Wirkung des Dampfes bei der Inhalation im Rachen – bei Ihrem ersten Zug aus einer E-Zigarette werden Sie durch genau diesen Effekt wahrscheinlich erst einmal husten müssen.

6 geniale Tipps für Ihren Throat Hit

Viele ehemalige Raucher streben beim Dampfen genau dieses harsche Gefühl im Rachen an, um sich den Umstieg zu erleichtern. Kann man E-Zigaretten erst einmal unbeschwert genießen, wird dieses Bedürfnis meist langsam durch die Beschäftigung mit Aromen und Dampfwolken ersetzt.

Trotzdem muss man natürlich nicht auf diesen speziellen Kick verzichten. Dabei können Sie einiges selber kontrollieren – und zwar so:

  1. Die Nikotinstärke

Das ist der erste Schlüssel, der Ihren Throat Hit beeinflusst. Je nach Nikotingehalt, können Sie einen robusteren, schlagkräftigeren Effekt erzielen, und zwar am besten mit einer Stärke von 16 mg/ml. Bevorzugen Sie die leichtere Variante, empfehlen wir eine Menge von 10 mg/ml oder auch weniger.

Bei den effektiveren Ohm Tanks schalten Sie lieber noch einen Gang weiter runter. Ist ihnen die Wirkung zu viel, wechseln viele Dampfer auf ein Nikotin-Level von ca. 6 mg/ml – das reduziert den Hit natürlich spürbar. Wollen Sie ein intensiveres Erlebnis mit weniger Nikotin, sehen Sie sich am besten die anderen Möglichkeiten in unserer Liste an.

  1. Das PG/VG Verhältnis

Es ist bekannt, dass mehr PG einen intensiveren Throat Hit produziert, als Liquids, die hoch an VG sind. Letztere sind ideal, wenn Sie ein leichteres, angenehmeres Dampfen präferieren. Mit PG bekommen Sie einen schärferen Hit ab, der im Rachen auch zeitweise leicht kitzeln oder kratzen kann. Passen Sie deshalb bei Geräten mit hohem Power-Level auf.

Klären Sie am besten vorher ab, wie sensibel Sie auf PG reagieren, damit Sie schmerzhaftes Husten vermeiden. Umfragen zeigen, dass Nutzer von starken Throat Hits eine relative Balance von PG und VG anstreben – die liegt so zwischen 40/60 und 60/40, oder auch über 60% an PG. Leichtere Hits erreicht man mit einer höheren VG-Dosis (auch über 60%).

  1. Power-Einstellung

Eine große Auswirkung auf einen starken Throat Hit hat auch der Faktor der Power. Das spielt für Sie allerdings nur eine Rolle, wenn Sie über Wattleistungs- oder TC (Temperature Control) Modus verfügen – kleinere Tanks unterstützen nämlich nur eine niedrigere Leistung.

Haben Sie also ein passendes Gerät mit höheren Watt, können Sie durch die Temperatur des Dampfes einen intensiveren Hit erzielen. Dieser wird genährt durch die schon bestehenden Quellen, die diesen Effekt produzieren – also zum Beispiel die PG-Dosis. Erhöhen Sie die Power auf etwa 50 Watt, wird der Effekt sogar noch schärfer.

Diese Kontrollmöglichkeiten sind auch vorteilhaft, um für einen sachteren Hit zu sorgen. Wichtig in diesem Zusammenhang ist der Fakt, dass man mit Highpower-Geräten ebenso intensive Wirkungen haben kann, ohne allzu viel Nikotin und PG zu konsumieren.

  1. Geschmäcker

Sogar der Geschmack kann Einfluss auf Ihren Throat Hit haben. Unterschiedliche Typen von Aromen haben jeweils ihren ganz eigenen Mehrwert. Um den Effekt zu steigern, ist Menthol die beste Wahl. Sie können auch kleine Teile davon zu anderen Typen hinzumischen, um diesen extra kühlenden Effekt zu spüren.

Ähnlich, aber ein wenig weicher, wirken Zitrus-Geschmäcker. Eine subtilere Wirkung erzielen Sie auch mit einer dunkleren Wahl, wie Kaffee oder Tabak und süßeren Sorten wie Frucht, Creme und Gebäck. Saure Frucht-Typen hingegen fördern den Hit beim Ausatmen.

  1. Luftstrom anpassen

Unser vorletzter Tipp nimmt die Bedeutung des Luftstroms einmal etwas genauer unter die Lupe. Auch dieser kann ein wenig dazu beitragen, Ihren Hit noch mehr nach Ihren Wünschen zu gestalten. Prinzipiell wird ein offenerer Luftstrom die Wirkung eher reduzieren, denn mehr Luft sorgt für weniger Konzentration.

Demnach steigert also ein engerer Luftstrom den Effekt. Gut nachvollziehbar, wenn man bedenkt, dass man auf diese Art eher von Mund zu Lunge dampft – also ähnlich wie bei einer Zigarette. Atmen Sie allerdings direkt in die Lunge ein, wird der Hit weniger auf Ihren Rachen fokussiert sein, sondern eher beim Ausatmen bemerkbar werden.

  1. Das passende Gerät

Ihnen ist bestimmt aufgefallen, dass viele der genannten Tipps nicht mit jedem Gerät optimal funktionieren können. Besitzen Sie zum Beispiel nur ein Basissystem, können Sie weder den Luftstrom anpassen, noch ein bestimmtes PG/VG-Verhältnis wählen.

Ihre Optionen zur individuellen Throat Hit-Kontrolle werden natürlich vielfältiger, wenn Ihnen variable Watt- und idealerweise auch Temperatureinstellungen zur Verfügung stehen. Um bedeutende Veränderungen zu bewirken, empfehlen wir zumindest ein Tank-System.

Dampfer beschäftigen sich oft mehr mit besseren Geschmäckern und größeren Wolken, als mit Throat Hits – dabei spielen diese eine immense Rolle beim Rauchvergnügen! Nicht nur für Umsteiger ist dieser Aspekt zentral – es ist einfach eine weitere Dimension in der Welt der Dampferfahrungen, die man selbst nach seinen Vorlieben gestalten kann. Probieren Sie doch einfach ein paar unserer Tipps aus und erleben Sie die vielfältigen Möglichkeiten selbst.

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