Flavour Chasing: So genießen Sie das Aroma maximal

Veröffentlicht am: 29.06.2016 15:21:17
Kategorien: Themen Rss feed , Tipps Rss feed

Bild: flickr.com // micadew // CC BY-SA 2.0

Eine möglichst dichte Dampfentwicklung hat beim Dampfen oft oberste Priorität. Viele Dampfer legen daher auch großen Wert auf Mods oder Liquids, die genau das garantieren – ganz unabhängig von der Tatsache, dass der Dampf eigentlich nur einem „kosmetischen“ Zweck dient. Viel wichtiger ist hingegen die Aromenentwicklung, die darüber entscheidet, ob Ihnen das Liquid überhaupt schmeckt. Aus diesem Grund setzen immer mehr Dampfer den Fokus auf das sogenannte Flavour-Chasing, also die Suche nach dem Sweet-Spot, der ultimativen Geschmacksexplosion, die ein E-Juice zu bieten hat. Aber wie gelingt das und worauf müssen Sie beim Dampfen oder auch beim Kauf eines E-Zigaretten Modells achten, wenn das Aroma oberste Priorität genießt?

Material und Technik entscheiden

Eine besonders wichtige Rolle nimmt beim Flavour-Chasing die technische Ausstattung der E-Zigarette ein. Das bezieht Faktoren wie den Verdampfer, Coil-Material oder auch die Einstellungsmöglichkeiten des Mods mit ein. Bei vielen modernen E-Zigaretten ist es beispielsweise möglich, Einstellungen wie die Wattleistung oder Temperatur individuell einzustellen. Darauf achten insbesondere die besagten Aromajäger, da sie ein personalisiertes Dampf-Erlebnis anstreben.

Wollen Sie also auch zu einem werden, sollten Sie sich gezielt für eine E-Zigarette entscheiden, die Ihnen diese Features bietet, denn: Bei vielen E-Liquids wirkt sich eine höhere Temperatureinstellung positiv auf das Aroma selbst aus. Dabei müssen Einstellungen jedoch auch abhängig von der jeweiligen Liquid Sorte immer wieder verändert werden.

Hierbei gilt: Jedes Aroma verlangt nach einer anderen Einstellungsoption, die Sie zunächst mithilfe Ihrer E-Zigarette herausfiltern müssen. Ein paar Testdurchläufe sind also immer wieder erforderlich. Etwas einfacher hingegen gestaltet sich die Wahl des optimalen Verdampfers. Der Atomizer ist nämlich ein weiterer Faktor, der beim Flavour-Chasing zu beachten ist. Bewährt haben sich hier Verdampferköpfe, die als Bottom-Coil bezeichnet werden. Wie es der Name verspricht, werden diese Verdampfereinheiten sozusagen direkt auf dem Akkuträger, also dem E-Zigaretten „Boden“, platziert und sind so in der Lage, das Liquid effektiv „aufzusaugen“. Die Top-Coils, die direkt unterhalb des Drip-Tips angebracht sind, schaffen dies oft nicht, was sich in einem eher dürftigen Transport der Aromastoffe bemerkbar macht.

Weiterhin empfiehlt es sich, sich für ein Modell zu entscheiden, das das sogenannte Sub-Ohm Dampfen unterstützt. Zwar scheiden sich hier die Geister, ob die dafür vorgesehenen Verdampfer mit geringem Widerstand von weniger als 1 Ohm die Aromaintensität wirklich steigern, manch Dampfer bestätigen dies allerdings – probieren Sie es einfach aus und bilden Sie sich Ihre eigene Meinung.

Ziel des Sub-Ohm Dampfens ist dabei, gleichzeitig für eine gute Dampfentwicklung zu sorgen, ohne dabei das Aroma zu beeinträchtigen. Dafür steigt allerdings auch der durchschnittliche Liquid-Verbrauch, da solche Mods den Aromastoff praktisch aufsaugen und ein häufiges Nachfüllen erforderlich ist.

Airflow und Drip-Tip

Einige Dampfer haben es sich mittlerweile angewöhnt, die Airflow-Controll der E-Zigarette möglichst weit zu öffnen. Durch die zusätzliche Luft kommt es zu einer sehr intensiven Dampfentwicklung, gleichzeitig wird jedoch die Aromaintensität stark abgeschwächt.

Für Aroma-Fans natürlich ein absolutes No-Go, die die Airflow-Controll ihrer E-Zigarette daher stets minimal geöffnet betreiben sollten. So wird ein warmer Dampf erzeugt, der die Aromastoffe wesentlich besser transportiert und für ein intensives Geschmackserlebnis sorgt.

Allerdings ist es nicht einfach, den – im wahrsten Sinne des Wortes – richtigen Dreh herauszubekommen. Ist die Airflow-Funktion zum Beispiel komplett verschlossen, so kann es sein, dass der Dampf zu stark erhitzt wird und das Liquid einen „scharfen“ Beigeschmack erhält.

Es lohnt sich also, zunächst einige Probedurchläufe zu starten, um die perfekte Einstellung des Airflows zu identifizieren. Zumal diese Einstellung in Abhängigkeit von von der Liquid Sorte immer wieder variieren kann. Weiterhin wirkt sich neben dem Airflow auch das Drip Tip stark auf den Aromentransport aus. Wer hier ein perfektes Ergebnis erzielen will, sollte sich daher für ein möglichst schmales Mundstück entscheiden. Besonders E-Zigaretten, die sich durch eine hohe Dampfentwicklung auszeichnen, sind oft mit einem sehr breiten, großen Drip Tip versehen. Mittlerweile werden für die meisten Modelle allerdings alternative Drip Tips angeboten, die in diversen Größen und Formaten erhältlich sind.

Zwar gibt es hier recht unterschiedliche Meinungen, die meisten Dampfer, die das Aroma vor die Dampfentwicklung stellen, sprechen sich in der Regel aber für ein schmales Mundstück aus. Dieses erzeugt einen Dampf von höherer Temperatur, was sich abermals positiv auf die Aromaintensität auswirkt.

Die perfekte Flavour-Chasing E-Zigarette sollte daher mit einem Airflow-Controll – am besten unterhalb des Atomizers - und einem möglichst schmalen Mundstück ausgestattet sein. Dann klappt es auch mit dem Aroma.

Das E-Liquid – Ein weiterer wichtiger Faktor

Ausschlaggebend sind bei der Jagd nach dem perfekten Aromaerlebnis nicht nur die Aspekte, die das E-Zigaretten Modell betreffen. Eine ebenso wichtige Rolle spielt auch das E-Liquid, das einen entscheidenden Einfluss auf die Aromaintensität hat.

Das beginnt bereits mit der individuellen Zusammenstellung. Für viele Dampfer haben sich beispielsweise jene Liquids bewährt, die über ein gleichmäßiges Verhältnis von Glycerin und Propylenglykol verfügen. Hier wird eine gute Kombination aus Aromaentwicklung und Dampf geboten, die dem größten Teil der Nutzer zusagt. Wer sich hingegen noch mehr und noch dichteren Dampf wünscht, der greift zu einem Liquid, dessen Hauptbestandteil VG ist.

Aromaliebhaber hingegen sollten Alternativen eine Chance geben, die auf einen höheren Propylenglykolanteil setzen. Nachweislich kommt es hier zu einer besseren Entwicklung der Aromazusätze. Der Nachteil ist allerdings, das viele Dampfer empfindlich auf das PG reagieren. Es kann zu Hustenanfällen kommen und das Liquid wird oft als zu „scharf“ empfunden.

Ein Selbst-Test kann hier Abhilfe schaffen. Erst recht, wenn Sie immer auf der Suche nach dem perfekten Liquid-Aroma sind.

Das gilt ebenso für die gezielte Beeinflussung des Liquid Geschmacks über eine sogenannte „Steeping“-Methode, also Möglichkeiten, das Aroma reifen zu lassen und dessen Geschmack zu intensivieren. Eine einfache Praxis ist hier beispielsweise, die Liquid Flasche hin und wieder zu schütteln und den Verschluss zu öffnen, damit das Aroma „atmen“ kann.

Eine willkommene Alternative, um das Liquid hinsichtlich des Aromas anzupassen. Ob sich der Effekt dann auch tatsächlich einstellt, müssen Sie über den einen oder anderen anschließenden Dampf-Test selber herausfinden. Viele Dampfer schwören mittlerweile auf das Steeping, andere hingegen können keinen wirklichen Unterschied zu „ungereiften“ Liquids feststellen. Hier entscheidet also der individuelle Geschmack.

Es gibt also verschiedene Modelle, um die Jagd nach dem perfekten Liquid-Aroma erfolgreich zu beenden. Den wichtigsten Aspekt bildet dabei sicherlich das optimale E-Zigaretten Modell, das dank individueller Settings und der richtigen Ausstattung in der Lage ist, das Beste aus Ihrem Lieblings-Liquid herauszuholen. Eine Investition in ein neues Modell lohnt sich also, wenn Sie sich dem Flavour Chasing anschließen wollen.

 

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