Joyetech eGo AIO im Test

01.12.2018 09:44:09 Tests & Erfahrungen

All in One: Diese Eigenschaft ist natürlich bei E-Zigaretten extrem praktisch. Oder? Wir haben uns angeschaut, ob das Starterset von Joyetech tatsächlich so einfach zu bedienen ist, ob das kleine All-in-One auch wirklich ordentlich Dampf erzeugt und vieles mehr.

Unsere Eindrücke zur Joyetech eGo AIO

Bunte LED-Farben, Sub-Ohm-Bereiche und Cubis-Verdampfer – die Liste der Eigenschaften, die der Hersteller angibt, ist ziemlich lang und verspricht potenziell gute Leistung. Der genaue Test verrät, was die Joyetech All in One wirklich kann. Geliefert wird beim Kauf:Joytech ego aio im test

  • Die AIO-E-Zigarette
  • Ein Mundstück
  • Zwei CUBIS-Coils (0,6 Ohm)
  • Ein Micro-USB-Kabel
  • Die Bedienungsanleitung

Die Verdampfköpfe können natürlich jederzeit ausgetauscht werden. Mit welchem Ohm-Bereich es sich am besten dampft, hängt ganz von den eigenen Vorlieben ab. Weiterhin kommt die AIO mit folgenden Eigenschaften:

  • Format: Mit 11,8cm Länge und einem Durchmesser von 1,9cm ist die All-in-One sehr kompakt – für besonders große Hände eventuell fast zu kompakt. An sich passt das Format in jede Tasche.
  • Design: Das lange, schlanke Gehäuse gibt es in verschiedenen Farben. Neben einfachem Schwarz oder Silber gibt es auch zweifarbige Modelle in schwarz/weiß, schwarz/grau oder weiß/rot. Ein besonderer Farbtupfer ist das farbige LED-Licht im Tank, das in sieben verschiedenen Tönen eingestellt werden kann. Es macht darauf aufmerksam, wann E-Liquid nachgefüllt werden muss.
  • Verarbeitung: Die Haptik ist für den niedrigen Preisbereich ziemlich hochwertig, nichts an dem AIO sieht billig aus. Dadurch, dass Verdampfer und Akku fest verbunden sind, kann nichts verloren gehen und es besteht so gut wie kein Risiko, dass Liquid ausläuft.
  • Tank: Auch der Liquid-Tank ist ins Gehäuse eingelassen und kann via Top Fill aufgefüllt werden. Das Tankfenster zeigt den Liquid-Stand an. Allerdings fasst die AIO nur 2ml, was je nach Beanspruchung wenig oder absolut ausreichend sein kann.
  • Leistung: Der Akku hat immerhin 1500 mAh und lässt sich in ca. 3 Stunden voll aufladen. Bei moderater Nutzung kommt man damit durch einen Tag.
  • Dampf: Bei 28 Watt zeigt die AIO eine absolut ausreichende Dampfentwicklung. Das Dampfen im Sub-Ohm-Bereich, also von 0,2 bis 1,5 Ohm, sorgt für dichten, vollen Dampf und ein befriedigendes Raucherlebnis. Am Geschmack gibt es nichts auszusetzen. Wer in einem höheren Bereich ansetzen möchte, dampft mit bis zu 3 Ohm.
  • Feuertaste: Wie bei vielen anderen modernen E-Zigaretten ist die Feuertaste der einzige Button am Gehäuse. Das ist ziemlich praktisch, denn so kann man quasi nichts falsch machen und muss sich nicht stundenlang mit verschiedenen Einstellungen befassen.
  • Manko: Soweit, so gut – aber bei kleinem Preis und geringer Größe muss man eben doch leichte Abstriche machen. Die 2ml Füllmenge beim Tank mögen bei gelegentlichem Dampfen am Tag ausreichend sein, zumal die AIO sehr sparsam ist. Wer aber sehr viel dampft, wird entsprechend oft nachfüllen müssen. Höchstleistungen darf man von der AIO nicht erwarten.

Verwendung und Features

Das Gehäuse des Joyetech (InnoCigs) eGo AIO (aio) Starterkit lässt keine Fragen offen, da das übersichtliche Design selbsterklärend ist. Trotzdem kann es nicht schaden, einige Dinge zur Verwendung zu erwähnen!

  • Tank befüllen: Zum Auffüllen des Liquids muss nur das Mundstück abgenommen werden. Dafür muss man die Kappe zuerst herunterdrücken, bevor man sie dreht. Diese Kindersicherung ist praktisch und für Erwachsene leicht zu überwinden. Beim Befüllen gilt es, die Höchstfüllmenge zu beachten, was aber dank der Markierung im Tank ganz einfach geht.

Die gleiche Drück-und-Dreh-Technik gilt übrigens beim Coil-Wechsel: Sobald ein verbrannter Geschmack entsteht, ist es Zeit für einen neuen Verdampfkopf.

  • In Betrieb nehmen: Wie die meisten anderen E-Zigaretten mit nur einem Knopf lässt sich auch die AIO starten, indem man fünfmal hintereinander die Feuertaste drückt. Dampfen kann man, indem man die Taste einmal drückt.

Neben ihrer kompakten Form wartet die eGo AIO noch mit einigen praktischen Features auf:

  • Airflow Control: Mit dieser Einstellung kann man den Widerstand beim Dampfen regulieren. Das geht, indem man die Abdeckkappe nach links oder rechts dreht. Bis man den perfekten Drehwinkel gefunden hat, braucht es womöglich ein bisschen Übung, dann ist diese Funktion aber sehr praktisch.
  • Pass-Through-Funktion: Wenn es mal schnell gehen muss, kann man auch weiterdampfen, während der Akku aufgeladen wird.
  • Farb-LEDs im Tank: Die LEDs sind zugegeben in erster Linie eine optische Spielerei, aber trotzdem ein nettes Feature. Im ausgeschalteten Zustand hält man einfach die Feuertaste so lang gedrückt, bis das Licht zu leuchten beginnt und klickt sich dann durch die Farben. Die Auswahl reicht von gelb über rot bis hin zu türkis.

Unsere Testergebnisse

Wer jetzt noch schwankt: Wir haben die Vor- und Nachteile im Überblick zusammengefasst. 

Vorteile

Die Joyetech eGo AIO überzeugt uns durch…

  • die leichte Bedienung
  • coole Design-Features
  • einen fairen Preis
  • den Schutz vor Spitbacks

Nachteile

Ein paar Kritikpunkte haben wir allerdings auch gefunden. Weniger gut finden wir…

  • die geringe Tankgröße – Vieldampfer werden hier keine große Freude haben.
  • den Nachfüllprozess: Wer keine Übung hat, riskiert unter Umständen Siffen, da der ganze Coil abgenommen und weggelegt werden muss.
  • dass manche Testberichte ein heißlaufendes Top Cap erwähnen.

Die Joyetech eGo AIO ist trotz kleiner Mankos absolut geeignet für moderate Dampfer, aber auch für alle, die von Tabak- auf E-Zigaretten umsteigen wollen. MTL-Dampfer und Neueinsteiger sind mit dem nutzerfreundlichen Multitalent gut beraten.

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