Shake'n'Vape E-Liquids: Was ist Shortfill E-Liquid & wie verwendet man es?

Veröffentlicht am: 07.01.2019 13:57:54
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Shake and Vape E-LiquidsJeder Dampfer hat sie irgendwann schon einmal in der Hand gehabt oder wird es höchstwahrscheinlich noch: die sogenannten Chubby-Gorilla-E-Liquid-Flaschen, die nicht ganz vollgefüllt sind. Man vermutet Abzocke, doch hinter den Shortfill-E-Liquids steckt ein recht praktisches System.

Was sind Shortfill-Liquids?

Die Shortfill-Liquids, oder Liquids nach dem „Shake and Vape“-Prinzip, sind Liquids, die überdosiertes Liquid und keinen Nikotingehalt aufweisen und sind meistens zu 50 ml (oder 100 ml) in Flaschen gefüllt, die eigentlich 60 ml (oder 120 ml) fassen würden.

Je nach Wunsch kann der Dampfer dann Nikotinshots separat davon erwerben und sie hinzufügen, die benötigte Menge ist abhängig von der Flaschengröße, oder man ergänzt die fehlenden Milliliter durch geschmacksneutrale Dampferbase. Heftig geschüttelt und man hat fertiges E-Liquid vor sich stehen.

Anleitung zum Shake and Vape-Liquids mischen

Es klingt einfach, ist es vielleicht auch, außer man hat Sonderwünsche. Im Prinzip ist das Anmischen von Shake and Vape-Liquids denkbar einfach. Man benötigt die Flasche mit dem konzentrierten E-Liquid, wo einige Milliliter noch zu befüllen sind, und einen (oder bei 120 ml-Flaschen zwei) Nikotinshots. Die bekommt man überall dort zu kaufen, wo es die Shortfills gibt.

Die Shots werden in die Flasche gekippt und nach etwas Schütteln, kann man das E-Liquid in den Tank der E-Zigarette füllen. Soweit das Basisverfahren. Das kann man je nach Präferenz allerdings noch abwandeln.

Nikotin – Dosierung und Rechner

Die Nikotinshots enthalten üblicherweise 18 mg Nikotin pro Milliliter. Kippt man einen davon in eine Shortfill-Flasche mit 50 ml Inhalt, erhält man schlussendlich 60 ml E-Liquid mit einem Nikotingehalt von 3 mg/ml. Das ist ein guter Durchschnittswert, mit dem viele Dampfer zufrieden sind.

Möchte man weniger davon haben, kann man nur einen Teil des Nikotinshots beimischen und den Rest mit neutraler, nikotinfreier Base auffüllen. Wichtig ist nur, dass die Shortfill-Flasche am Ende komplett gefüllt ist – warum, erklären wir gleich. Folgende Tabelle zeigt, wie viel Milliliter der Nikotinshots man beimischen muss, um einen bestimmten Anteil an Nikotin ins Liquid zu bekommen:.

  Mischtabelle für Shake and Vape-Flaschen (60ml Füllmenge)

  Nikotinstärke (in mg/ml) 

  Anteil an Nikotinshot*) 

  Anteil an nikotinfreier Base 

  0

  0 ml

  20 ml

  1,5

  5 ml

  15 ml

  3,0

  10 ml

  10 ml

  4,5

  15 ml

  5 ml

  6,0

  20 ml

  0 ml

*) gilt für Nikotinshots mit einem Gehalt von 18mg/ml

Wichtig: Bei einer Gesamtfüllmenge von 60 ml passen eigentlich nur 10 ml der nikotinhaltigen Base in die Flasche. Möchte man also über 3 mg/ml Nikotinstärke erhalten, muss man 10 ml aus der Flasche entfernen, ehe man 20 ml der Nikotinshots (entspricht 2 Stück) in das Fläschchen gießt.

Das bedeutet allerdings auch, dass die Aromakonzentration im Liquid abnimmt. Oder aber man füllt die 50 ml zuvor in einen anderen Behälter, wo 70 ml Liquid oder mehr Platz haben. Auch da sollte man schlussendlich mit etwas weniger intensivem Geschmack rechnen, da der Anteil an neutraler (nikotinhaltiger) Base höher ist.

9 mg Nikotin auf 100 ml Liquid – Beispiel

Ein Beispiel zum Nikotingehalt: man hat eine Shortfill-Flasche, die mit 100 ml konzentriertem Liquid gefüllt ist. Es haben also noch 2 Nikotinshots à 10 ml und 18 mg Nikotin pro ml Platz. Füllt man diese hinein, erhält man ein Nikotinstärke von 3 mg/ml.

Möchte man allerdings auf 9 mg/ml kommen, müsste man sechs der Nikotinshots beimischen, was platztechnisch nicht geht, bzw. den Geschmack ausdünnt. Das macht deutlich: die „Shake and Vape“-Flaschen haben so ihre Grenzen.

Starkes Aroma: unbedingt mit Base (z.B. 50/50) verdünnen

Das Liquid in den Shortfill-Flaschen ist überkonzentriert, damit sie einen idealen Geschmack entwickeln, sobald die neutrale Base beigemischt ist, die bei Nikotinshots enthalten ist. Das bedeutet, dass man auch auffüllen muss, wenn man kein Nikotin im E-Liquid haben möchte, da sonst der Geschmack viel zu intensiv ist. Das Konzentrat ohne zu verdünnen zu dampfen ist zwar nicht gefährlich, aber ist geschmacklich nicht zu empfehlen.

Pro-Tipp für „traditionelle Dampfer“:

Die „Shake and Vape“-Liquids haben meistens einen sehr hohen VG-Gehalt. Das heißt, sie sind vor allem für große Dampfwolken und sehr intensives Dampfen geeignet und ihre Konsistenz ist dickflüssiger.

Möchte man sie ein bisschen dünnflüssiger haben, kann man eine ausgewogene Base mit VG/PG 50/50 hinzugeben, oder überhaupt reines Propylenglykol (PG), was den Geschmack intensiver und das Liquid flüssiger macht. Es ist dann besser zum MTL-Dampfen geeignet (mouth-to-lung, oder Backedampfen). Grundsätzlich können zu dickflüssige Liquids mit destilliertem Wasser, oder Ethanol verdünnt werden. Hierbei raten wir einen Wasser- oder Ethanol-Anteil von 10% nicht zu überschreiten.

Reifezeit von Shake and Vape-Liquids

An und für sich braucht es für die Shortfill-Liquids keine Reifezeit. Die Liquids können direkt, nach intensivem Schütteln, gedampft werden. Sollte der Geschmack allerdings nicht gleich ideal sein, lohnt es sich ein bisschen abzuwarten. Auch das Nikotin hat dann mehr Zeit, sich ordentlich mit der restlichen Flüssigkeit zu verbinden.

Wofür gibt es Shortfills überhaupt?

Die Shortfills, die heute so beliebt sind, sind eigentlich ein bisschen aus einer Not heraus entstanden. Seit der TPD (Tobacco Product Directive) und der Ausführung der Vorgaben im deutschen TabakErzG dürfen in Deutschland nur noch nikotinhaltige Flüssigkeiten verkauft werden, wenn sie in Behältnissen mit maximal 10 ml Fassungsvermögen abgefüllt sind.

Deshalb bekommt man Fertigliquids auch nur in so kleinen Fläschchen. Die Liquidindustrie hat sich daraufhin einen Weg überlegt, doch größere Flaschen verkaufen zu können. Sie lassen einfach das Nikotin weg und damit ist diese knappe Obergrenze nicht mehr gültig.

Vorteil der größeren Flaschen ist nun, dass sie auf die Menge gerechnet billiger sind, als die 10ml-Fertigliquids und, dass man nicht unzählige Flaschen mit sich herumtragen oder aufbewahren muss, wenn man wirklich viel dampft.

Tests und Erfahrungen mit Dr. Frost und Co.

Dr. Frost ist vor einiger Zeit in das „Shake and Vape“-Business eingestiegen und nun eine der beliebtesten Marken unter den Flaschen mit dem Schüttelprinzip. Wir haben uns angesehen, was man so von diesem und jenem Hersteller und den Shortfills prinzipiell hält.

Es fällt beispielsweise auf, dass die Qualität immer höher geworden ist. Seit das Prinzip auf dem Markt ist, hat sich Einiges getan, denn zu Beginn war das ganze Unterfangen noch ziemlich ungeregelt. Will meinen, dass die Liquids kaum überprüft und getestet wurden, was der Qualität sehr schadete.

Die Fertigliquids, die Nikotin enthalten, wurden und werden hingegen genauestens behördlich geprüft, wodurch man eine hohe Sicherheit gewährleistet hat. Das hat sich aber wie gesagt geändert und nun kann man sich auch bei den Shake and Vapes im Großen und Ganzen auf gute Qualität verlassen. Das ein oder andere schwarze Schaf ist zwar immer dabei, aber wofür hat man denn den Shop des Vertrauens?

Wem empfehlen wir Shortfills besonders?

„Shake and Vape“-Liquids sind vor allem für Dampfer geeignet, die direkt auf Lunge dampfen und viel Dampf produzieren wollen. Das liegt vor allem am hohen VG-Wert, der dafür verantwortlich ist, dass das Liquid große Wolken schlägt.

Wer hohe Nikotinlevel bevorzugt, sollte eher zu selbstgemischten Liquids oder Fertigliquids greifen, die bis zu 12 mg/ml enthalten, denn mit den Nachfüllkapazitäten hat man Platz für in etwa 3 mg/ml Nikotin. Dafür hat man die Möglichkeit nikotinfrei zu dampfen, ohne auf die kleinen Flaschen angewiesen zu sein.

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