So machen Sie richtig Dampf

23.09.2015 11:59:58 Themen , Tipps



Bild: flickr.com // Ecig Click // CC BY-SA 2.0

Der richtige Umgang mit einer E-Zigarette ist eigentlich nicht sonderlich schwer. Dennoch kommt es bei ersten Dampfversuchen immer wieder zu dem einen oder anderen kleinen Problem, das die Freude an der elektronischen Zigarette etwas schmälert. Wie nutzt man die E-Zigarette also richtig und was gibt es bei der Handhabung zu beachten, um von einem wirklich hervorragenden Dampfeffekt zu profitieren? Denn dieser zeichnet die E-Zigarette schließlich aus.

Das richtige Liquid

Vielen ist nicht bewusst, wie sehr die Qualität des E-Liquids die Dampfentwicklung einer E-Zigarette tatsächlich beeinflussen kann. Hier kommt es auf ein optimales Zusammenspiel von Propylenglykol und Glycerin an. Insbesondere das Glycerin ist verantwortlich für den intensiven Dampfeffekt, den sich viele Raucher von E-Zigaretten wünschen. Die Hersteller von E-Liquids verfahren bei der Zusammensetzung ihrer Produkte allerdings recht unterschiedlich, sodass die Dampfentwicklung stark variieren kann. Manche nutzen beispielsweise:

  • Mehr Propylenglykol, was allerdings die Konsistenz des Dampfs negativ beeinflusst und bei vielen Nutzern zu einem trockenen Geschmack im Mund führt.

  • Dafür ist das Geschmackserlebnis bei Liquids mit hohem Anteil an Propylenglykol umso stärker und die Aromastoffe werden noch intensiver wahrgenommen.

  • Die Verwendung von einem höhern Anteil an Glycerin sorgt hingegen für eine besonders dichte und zähe Dampfentwicklung, die zudem lange anhält.

Grundsätzlich empfiehlt es sich, ein Liquid zu wählen, das die jeweiligen Eigenschaften dieser zwei Hauptbestandteile optimal miteinander kombiniert. So müssen weder Abstriche hinsichtlich des Geschmacks noch bezüglich der Dampfentwicklung hingenommen werden.

Dampf voraus – technische Probleme erkennen und beheben

Aber natürlich spielt nicht nur das Liquid eine Rolle. Auch das gewählte E-Zigaretten Modell kann den Spaß am Dampfen positiv oder negativ beeinflussen. Viele E-Raucher beschweren sich beispielsweise über einen verbrannten Geschmack, der beim Ziehen an der Zigarette entsteht oder beklagen sich über einen unzureichenden Dampfeffekt.

In diesem Fall sollte zunächst überprüft werden, ob der Akku ausreichend mit Energie versorgt ist. Mit geringer Akkuleistung nimmt bei den meisten Modellen nämlich auch automatisch die Dampfentwicklung ab. Ist die E-Zigarette hingegen ausreichend mit Strom versorgt, können natürlich auch andere Gründe die Leistung beeinflussen, zum Beispiel:

  • Bei manchen E-Zigaretten muss beispielsweise der Verdampfer in regelmäßigen Abständen erneuert werden. Nur dann kann eine dauerhafte und intensive Dampfentstehung gewährleistet werden. Sie sollten also überprüfen, ob es gegebenenfalls an der Zeit ist, den Verdampfer oder den Verdampferkern zu erneuern. Der Austausch ist recht einfach und in der Regel dürfen Sie sich anschließend wieder über die volle Leistungsstärke Ihrer E-Zigarette freuen.

  • Sollte das dennoch nicht der Fall sein, haben Sie sich vielleicht für einen falschen Verdampferkopf entschieden. Der Verdampfer muss mit der Voltzahl des Akkus der E-Zigarette kompatibel sein. Andernfalls leidet die Dampfleistung und das Liquid erhält einen unangenehmen verbrannten Nachgeschmack.

Daher erfordern E-Zigaretten, die hinsichtlich der Voltzahl individuell eingestellt werden können, eine gewisse Erfahrung beim Umgang. Positiv ist hier allerdings, dass durch die variable Akkuleistung auch das Geschmackserlebnis des Liquids beliebig intensiviert oder abgeschwächt werden kann. Je niedriger die Leistung, desto weniger wird das Liquid letztendlich auch erhitzt, was sich natürlich auch auf die Entfaltung der Aromastoffe auswirkt.

Zug um Zug

Dampfen ist nicht schwer, dennoch sollte man beim Rauchen einer E-Zigarette etwas anders vorgehen, als man es vielleicht von der „normalen“ Zigarette gewohnt ist. Dies kann andernfalls unangenehme Nebenwirkungen mit sich bringen. Ein hastiges, intensives Ziehen führt schnell zu einem unangenehmen Kratzen im Hals und endet womöglich mit einem Hustenanfall. Außerdem wird durch zu intensives Ziehen, das trockene Gefühl im Mund unnötig verstärkt. Dieses ist auf den Anteil an Glycerin im E-Liquid zurückzuführen, bei richtigem Umgang mit der E-Zigarette aber kaum bemerkbar.

Wer zudem nikotinhaltige Liquids verwendet, riskiert Übelkeit oder sogar Kopfschmerzen, wenn der Aromastoff zu schnell in die Lungen gesogen wird. Zigaretten werden von vielen Rauchern beispielsweise „auf Lunge geraucht“. Diese Alternative bietet sich allerdings nicht bei der elektronischen Variante an. Der Mundraum wird hier zunächst lediglich mit dem Dampf gefüllt, ehe Sie ihn vollständig in die Lungen ziehen.

Über den Mund gelangt das Aroma außerdem in die Nase. Das Geschmackserlebnis ist so wesentlich stärker und Sie können die einzelnen Komponenten des Liquids viel deutlicher wahrnehmen. Um dabei auch noch die Dampfentwicklung zu intensivieren, halten Sie den Schaltknopf der E-Zigarette bereits kurz bevor Sie am Mundstück ziehen, gedrückt. Das Liquid wird dabei stärker erhitzt und die anschließende Dampfleistung dadurch gesteigert.

Was wäre eine E-Zigarette ohne den prägnanten Dampfeffekt? Um richtig Dampf machen zu können, sollten Sie insbesondere als Neuling im Bereich der E-Zigaretten einige grundsätzliche Hinweise beachten. Sie wissen jetzt, dass die Leistung Deiner elektronischen Zigarette nicht nur von der Qualität des Modells abhängt. Auch ein minderwertiges Liquid oder ein falscher Verdampfer beeinflussen die Dampfentwicklung Ihrer E-Zigarette mitunter erheblich. Achten Sie einfach auf unsere kleinen Tricks im Umgang mit der Zigarette, mit denen Sie das Dampf- und Geschmackserlebnis schnell steigern.

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