So schütze ich meine Mitmenschen als E-Dampfer

09.03.2015 12:24:30 News

Kippenstummel: An dieser Umweltverschmutzung beteiligen sich Dampfer nicht mehr.

Leider ist es so, dass Sie diesen Blogartikel hier aufsuchen, weil Sie wahrscheinlich in irgendeinem Medium gelesen, gesehen oder gehört haben, dass der Dampf bzw. das Dampfen von E-Zigaretten „nicht ohne Gefahren für den Dampfer und auch für Dritte ist“.

„Die Raumluft wird durch den Dampf der E-Zigarette belastet“ und „Dampfen ist keineswegs gesund“ sind Aussagen, welche die wahren Fakten zum E-Dampfen weitestgehend ignorieren. Zumal hier mit einer Konsequenz gegen die E-Zigaretten und ihre Konsumenten angegangen wird, die in keinem Verhältnis zu den Fakten steht.

Tabakzigarette vs. E-Zigarette: Nicht schon wieder...

Überlegen wir uns vorab einmal, bevor wir näher auf die elektrische Zigarette und ihr Verhältnis zur Umwelt eingehen folgendes:

Tabakzigarette

Im Rauch einer Tabakzigarette sind mindestens 69 karzinogene (krebserregende) Stoffe enthalten. Darunter Benzol, Blausäure, Formaldehyd und Nitrosamine. (Quelle: IARC). Im US-Staat Kalifornien ist Tabakrauch sogar auf der Liste der „giftigen Luftschadstoffe“.

Elektrische Zigarette

Im Gegensatz zu einer Tabakzigarette gibt es bei der E-Zigarette keinen Nebenstromrauch. Das heißt, dass die Raumluft von der elektronischen Zigarette nur durch das Ausatmen des Dampfers belastet wird. Zwar wird immer wieder behauptet, dass hier nur wenige Studien zur Belastung der Raumluft durch die E-Zigarette vorliegen, aber das ist so nicht richtig.

Das Gegenteil ist der Fall: Es gibt schon reichlich Studien zur Raumbelastung durch E-Dampf, inklusive angesehener Institute wie das Fraunhofer, das Bayrische Landesamt für Gesundheit und Lebensmitteltechnik oder auch Health NEW ZEALAND Ltd. Zu beachten ist hierbei, dass „die Emissionen der elektronischen Zigarette geringer als die der klassischen Tabakzigarette, aber keineswegs emissionsfrei sind“ (Fraunhofer).

Diese bestreitet auch niemand, jedoch liegen viele Werte bei der elektrischen Zigarette weit unter den Werten einer Tabakzigarette, unter den Grenzwerten oder auch unterhalb eines messbaren Bereichs. So sondert die E-Zigarette beispielsweise kein Formaldehyd ab und bei immer wieder zitiertem Propylenglykol (welches Augen und Atemwege reizen kann), sollte festgehalten werden, dass sowohl die E-Zigarette und auch die Tabakzigarette Propylenglykol enthalten. Wobei bei der E-Zigarette die freigesetzten Werte auch hier unterhalb der einer Tabakzigarette liegen.

Tipp: Mehr interessante Studien zur E-Zigarette und der gesundheitlichen Belastung und der Belastung durch Emissionen finden Sie hier bei NCBI in englischer Sprache.

Die E-Zigarette und Ihre Umwelt

Tabakkonsum ist tödlich und mit der elektronischen Zigarette verlängern Sie Ihr Leben auch nicht. So viel sollte klar sein und wir bestreiten auch keinesfalls, dass es die beste Alternative ist, weder zu rauchen noch zu dampfen.

Trotzdem sollte aufgrund der Fairness erwähnt werden, dass das Dampfen weitaus weniger gesundheitsschädlich, auch für Dritte ist, als sich in einer verkehr- oder industriereichen Stadt aufzuhalten. Dies belegen die vielen Studien zum Dampf der E-Zigarette, die es inzwischen gibt.

Und selbst „E-Zigaretten-Gegnerin Nummer eins“ in Deutschland Martina Pötschke-Langer von der Stabsstelle Krebsprävention des Deutschen Krebsforschungszentrums sagte im Interview „Ein vollständiger Umstieg zum Rauchen von E-Zigaretten könnte wahrscheinlich das Gesundheitsrisiko der Raucher senken“. (Quelle: sz-online)

Checkliste: So schützen Sie Ihre Umwelt

Nun sind wir Dampfer aber weitaus entgegenkommender und einsichtiger als die vielen Gegner des E-Dampfens. Daher hier nun unsere kleine Checkliste, was man als Dampfer für die Umwelt tun kann.

• Dampfen Sie nicht in geschlossenen Räumen, wenn andere Personen, vor allem Kinder und Nichtraucher anwesend sind. Bei Erwachsenen kann man um Erlaubnis bitten, bei Kindern verzichtet man am besten auf das Dampfen oder begibt sich in einen anderen Raum oder nach draußen.

• Verzichten Sie an Orten, an denen das Rauchen von Tabakprodukten untersagt ist, ebenso auf das Dampfen. Sie forcieren in einem solchen Fall nur unnötige Diskussionen rund um das Thema E-Zigarette.

• Halten Sie Ihre E-Zigarette und auch das E-Liquid immer verschlossen und außerhalb der Reichweite von Kindern.

• Man kann versuchen einen Tabakkonsumenten davon zu überzeugen eine E-Zigarette zu nutzen oder auszuprobieren. Versuchen Sie dies aber bitte niemals bei einem Nichtraucher, auch wenn Sie Liquid ohne Nikotin verwenden.

• Abgelaufenes Liquid können Sie über die Stadtreinigung (ja, das ist die Müllabfuhr) entsorgen lassen. (Quelle: glysofor.de)

• Alte Akkus können Sie entweder gemäß Batterie-Gesetz über den Händler oder einer kommunalen Sammelstelle entsorgen.

• Ein altes Ladegerät entsorgt man am besten über eine Rücknahmestelle für Elektronikschrott.

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